Kärntner Nudeln 2

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Zutaten

  • Nudelteig:
  • 400 g glattes Weizenmehl, 1/2 – 1 Ei,
  • ca. 1,5 dl Wasser, Salz, 1 EL Olivenöl,
  • Ei zum Bestreichen.
  • Fülle:
  • 500 g Topfen (Bröseltopfen),
  • 130 g Semmelwürfel, 70 g Butter,
  • 2 dl Milch, 50 g feingehackte Zwiebeln,
  • 100 g Erdäpfel, gekocht und geschält,
  • 2 EL Minzeblätter, gehackt,
  • 2 EL Kerbel, gehackt,
  • Salz, Pfeffer, weiß aus der Mühle,
  • 80 g Butter zum Begießen oder 150 g Butterbrösel.

Zubereitung

Mehl, Ei, Wasser, Öl und Salz zu einem glatten Nudelteig verkneten, 20 Minuten rasten lassen, dünn ausrollen.
Zwiebeln in Butter leicht rösten. Semmelwürfel und Topfen mit Milch begießen, leicht vermengen. Zwiebeln beigeben. Erdäpfel passieren, mit Gewürzen und Kräutern der Topfenmasse beigeben, durchrühren. Ca. 40 g schwere Kugeln formen.
Die Kugeln in ausreichendem Abstand nebeneinander am unteren Ende auf den Teig legen, an den Rändern mit verschlagenem Ei bestreichen. Den Teig von unten nach oben darüberklappen, rundum  fest anpressen. Mit einem runden Ausstecher ca. 6 cm große halbmondförmige Taschen ausstechen. Ränder fest andrücken und wellenartig abdichten ("krendeln").
In siedendem Wasser kochen, aus dem Wasser heben, abtropfen lassen und mit brauner Butter begießen oder mit Butter-Bröseln bestreuen.

Kochzeit: ca. 15 Minute
Beilagen: Blattsalate

Nudl kudl mudl

"Wie man Männer einfängt"

"A Madl, des net krendeln konn, des kriagt kon Monn",heißt es auf gut kärntnerisch. Wobei man unter Krendeln die Kunst versteht, eine Kärntner Käsnudel so zu verschließen, dass sie nicht nur dichthält, sondern auch ein kleines ornamentales Kunstwerk darstellt.
Die Kasnudeln scheinen in Kärnten jedoch nicht nur, was die Ornamentik betrifft, ein veritabler Indikator für die Beziehungen zwischen den Geschlechtern zu sein.
"Der Bua, der sei Dirndle beim Tanzen net halst, ist  grod wie die Bäuerin, dö die Nudeln net schmalzt", lautet eine alte Kärntner Weisheit. Und wenn sich die erotischen Bande zwischen Bauer und Bäuerin später einmal etwas abgekühlt haben, so bleibt den Männern immer noch die Hitze der Kasnudeln, wenn die Bäuerin über den Hof ruft:

"Kemt´s lei bald, kemt´s lei bald, de Nudl werd´n kalt, Nudl werd´n kalt!"

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